Der Marktplatz

in Obernetphen

Martini und St. Martin Kirche zu Netphen - Bild: © Nico Eggers

Eingerahmt von den zwei Kirchen Martini oben am Berg und St. Martin unten im Tal, dem alten Pfarrhaus, den zwei Schmieden und den alten Fachwerkhäusern ist der Marktplatz schon im Mittelalter ein beliebter Treffpunkt zum Handeln und Nachrichten-austausch.

Martinikirche 2015 - Bild: © Nico Eggers

Martini oben auf dem Berg ist im Jahre 1239 erstmals urkundlich genannt. Auf Bestim-mung des westfälischen Friedens von 1648 wurde 1651 Martini zur Simultankirche erklärt. 1897 wurde das Simultaneum aufgelöst, nachdem die katholische Kirchen-gemeinde den Neubau eines für Ihre Bedürfnisse entsprechendem größerem Gottes-haus realisiert hat.

Marktplatz - Bild: Heimatverein Netphen

Der Handelsplatz am Fuße von Martini nahm im Laufe der Jahrhunderte zusehends zu. So wird überliefert, dass neben einem Viehmarkt, erste Verkäufe an die Schlossherren zu Hainchen im 13. Jahrhundert stattfanden, auch Bauern und Handwerker, den Platz für marktähnlichen Handel nutzten.

Die Leute aus dem Umfeld strebten des Sonn- tags zur Kirche und konnten dann auch bei den Händlern auf dem Marktplatz einkaufen.

 

1556 gab es lebhafte Klagen der Siegener Händlern. So beklagten sich die Siegener Zünfte beim Landesherrn, dass Sonntags in Netphen selbst Hilchenbacher Schumacher und Netpher Gerber, Huf- und Nagelschmiede, Wollweber und Bauern die nicht der Zunft angehören, ihre Waren auf einem regelmäßigen Markt anbieten.

Marktplatz 2015 - Bild: © Nico Eggers

Dies würde nicht mit den Erlassen über die Marktrechte in Einklang sein. Marktrechte haben nur Orte, die auch die Stadtrechte besitzen innerhalb einer Stadtmauer. Den Zünften aus Siegen war die Konkurrenz in Netphen zu mächtig geworden. So begaben sie sich am 1. 0ktoberwochenende 1584 mit Stöcken und Äxten bewaffnet auf den Weg nach Netphen, um dem Markttreiben ein Ende zu setzen. Mit der Schusterschlacht von Netphen wurde das Markttreiben sehr eingedämmt. Erst im Jahre 1776 wurde auch den Landgemeinden gestattet Märkte abzuhalten. Seitdem diente der Netpher Marktplatz als Ort der Wochen-, Herbst- und Viehmärkte.

Wickel´s Hus - Bild: Heimatverein Netphen

Nach der Umgestaltung 2014 und mit dem Ausbau des alten Wickels Hus zur Bürger-begegnungsstätte ist der Marktplatz heute ein beliebter Treff für Jung und Alt.

Bilder: © Nico Eggers

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