Vom Huderecht zur Tag- und Nachtweide

in Herzhausen

Bild: Heimatverein Herzhausen

„Die belasteten Hauberge werden nach einem vom Haubergsvorsteher auf-gestellten und vom Landrat genehmigten Hütungsplan behütet. Nach dem alle 18 Jahre erfolgten Abtriebe der Hauberge darf in den ersten 6 Jahren nicht mit Rindvieh und in den ersten 4 Jahren nicht mit Schafen gehütet werden . . . Der Hirte erhält jährlich 120 Mark Lohn und freie Kost.“ 

Blick über Herzhausen - Bild: © Sophie Weiß

So kann man es nachlesen in einem Vertrag (Rezeß) zwischen den Haubergsgenos-senschaften A („Dörfer“), C („Hörwener“) und der Gemeinde Herzhausen vom 15. August 1917.

Um das Hüten zu beenden, überschreiben die Haubergsgenossen der Gemeinde knapp 24 ha mit der Auflage, auf diesen Grundstücken einen Weidekampen auf Kosten der Gemeinde anzulegen und zu unterhalten.

Tag- und Nachtweide - Bild: © Sophie Weiß

Bis 1970 werden zu bestimmten Tageszeiten von 2 „Triewern“ über die Dorfstraße, angefangen bei Hoffmanns Oskar, die Kühe gesammelt und bei Lengelings über die „Birke“ in den Weidekampen getrieben und abends zurück. Erstaunlich, dass die Kühe nicht nur ihren Stall, sondern auch ihren Platz darin immer wieder sicher finden, es sei denn, ein verlockendes „Rendezvous mit dem Dorfbullen“ ist angezeigt.

Tag- und Nachtweide - Bild: © Sophie Weiß

Als die Bedingungen für Nebenerwerbs-Landwirte schwieriger werden, der Viehbestand geringer und die vorhandene Weidefläche teils nicht genutzt wird, bietet die Gemeinde Herzhausen 1956 auf der Fläche links der Straße nach Unglinghausen und seit 1973 auf dem gesamten Areal die Tag- und Nachtweide an, auf der bis heute jährlich etwa 70 Jung- und Ammentiere ihr Futter finden.

"Stehende Stadtführung Netphen"

Rathausanschrift:

Stadt Netphen

Frau Rommelmann

- Tourismus - 

Amtsstraße 2 + 6

57250 Netphen 

Kontakt

Telefon: 0 27 38 / 603-238

Telefax: 0 27 38 / 603-4238

touristikbuero@netphen.de

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© by Stadt Netphen 2015