Die Wiesenbewässerung 

in Werthenbach

Neben dem Erzabbau, der Eisenverhüttung und den Haubergen ist auch der Wiesenbau eine Siegerländer Besonderheit. Seit dem 15. Jahrhundert gibt es Belege für eine Wiesenbewässerung im Siegerland. Schon früh kannte man das Schlagwort „Wasser macht Gras“. Für die Haltung eines Großviehbestandes waren die Wiesenflächen in den Tallagen entlang der Bachläufe von großer Bedeutung. Mit der düngenden Bewässerung im Frühjahr und vor allem im Herbst wurde der Heu- und Grummetertrag wesentlich gesteigert.

Im Wiesental zwischen den Ortsteilen Werthenbach und Werthenbach Bahnhof sind noch einige Gräben, Rieselrinnen und Reste eines Schütz

(Wehr oder bewegliche Stauvorrichtung) zu erkennen. Eine planmäßige Wiesenbewässerung bot sich mit den drei Zuläufen Lützel-, Breiten-, und Dermbach unterhalb Werthenbachs geradezu an. Ein genauer Beginn des Wiesenbaus und der Bewässerung in Werthenbach ist nicht bekannt.

Doch es ist anzunehmen, dass bereits vor Einführung der „Wiesenordnung für den Kreis Siegen“, 1846 durch die königlichpreußische Verwaltung, die Wiesen auch in Werthenbach bewässert wurden.

- Arbeitsgeräte -

                    Wiesenbeil                        Stechschaufel               Wiesenschnur

Im Jahr 1911 wurde vom Kreis Siegen ein Entwurf zur Melioration, einer Boden-verbesserungsmaßnahme zur Ertragssteigerung und Flächengewinnung für die Agrarwirtschaft, der Wiesen des Werthenbachtals erstellt. Durch die nach diesem Entwurf gebauten Gräben sowie Zu- und Ableiter wurde das vorher sumpfige Wiesental weitestgehend trocken gelegt. Nach dem Vor-bild dieser Melioration bauten die Bauern in späteren Jahren die Wiesentäler von Lützelbach, Breitenbach und Dermbach in Eigenregie aus.

 

Heute bietet der Weg zwischen Werthenbach und Werthenbach-Bahnhof an den Rieselwiesen vorbei viel Platz für Spaziergänger, Wanderer und Rad-fahrer.

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